Welche Hochschule passt zu mir?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Fragen zum Studium" wurde erstellt von Lasse, 15 Mai 2014.

  1. Lasse

    Lasse Neues Mitglied

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    Hallo!

    Ich möchte zum WS ein Studium des Maschinenbaus beginnen und habe mich auch schon beworben, einmal an einer FH und an einer Uni. Irgendwann werden nun die Zulassungsschreiben kommen und ich muss mich endlich entscheiden, welchen Hochschultyp ich bevorzuge.

    Ich weiß, dass die FHs anwendungsorientierter sind mit einem höheren Praxisanteil, die Universitäten sind eher auf Grundlagen und theoretisch wissenschaftliches Arbeiten ausgerichtet, OK.

    Aber was heisst das denn nun konkret?

    FH: Ich lerne dort ein Rechenschema mit einer Variablen 'x' "auswendig", wende es mit anderen Zahlen an, dann stelle ich mich in eine Werkstatt oder ein Labor und bastle mir anhand der errechneten Zahlen ein Produkt zusammen.

    Uni: Ich lerne dort die Grundlagen, wie man ein Rechenschema selber herleitet, die Herleitung mache ich dann komplett alleine, schreibe eine 15-seitige wissenschaftliche Ausarbeitung mit dem Thema "Wie ich auf mein Rechenschema gekommen bin" und frage mich dann nach dem 4. Semester was das eigentlich mit meinem Studiengang zu tun hat.

    Im Grunde geht es mir darum: Wie finde ich am besten heraus, welche Hochschule zu mir passt? Bzw. Wie habt ihr es herausgefunden?

    Vielen Dank schon mal!

    P.S.: Für den eingesetzten Sarkasmus übernehme ich keine Haftung. ;)
     
    #1
  2. Bonner

    Bonner Neues Mitglied

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    Hmm… ich glaube, ein Patentrezept gibt es da wirklich nicht.

    Ich habe auch lange überlegt und mich letztendlich für die FH entschieden. Ich kenne mich ganz gut und weiß daher nicht genau, ob ich an der Uni wirklich immer meine Faulheit überwinden könnte... ;) da nicht immer Anwesenheitspflicht besteht, ist das nicht einfach... wenn man dann noch an einem geisteswissenschaftlichen Studiengang interessiert ist (wie es bei mir der Fall ist), wo die Studienzeiten ja oft bei etwa 14 Semestern, also weit über der Regelstudienzeit, liegen, kommen bei mir einfach Zweifel. Würde ich das Studium wirklich durchziehen - in weniger als 10 Semestern?

    An der FH hat man zwar weniger Freiraum was den Stundenplan angeht, die Semester sind außerdem länger... aber man hat jemanden, der einen in den "Arsch tritt"... für mich ist das gut… ;)

    Zudem darf man den praktischen Teil nicht vernachlässigen. Ich finde es gut, dass mich schon im vierten Semester ein sechsmonatiges Praktikum erwartet. In der Uni hätte ich das nicht…

    Hoffe, dass ich so nach acht Semestern in den Beruf einsteigen kann - anstatt nach über zehn… aber das muss jeder für sich selbst wissen. :)
     
    #2
  3. Lasse

    Lasse Neues Mitglied

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    Danke für die Tipps, das hilft mir schon mal weiter:

    Bei mir gehe ich davon aus, dass ich mit der Motivation eher weniger Probleme haben werde. Zumindest in der Schule habe ich mich meistens schon etwas früher zum Lernen hingesetzt und mich auch akribischer vorbereitet, als das so der Durchschnitt getan hat.

    Danach, bei dem obligatorischen Vorpraktikum habe ich es auch geschafft meine Wochenberichte jeweils gleich am darauf folgenden Wochenende zu schreiben und nicht alles bis zum letzten Tag aufzuschieben. Das sind so kleinere Ansätze, wie viel das wert ist, weiss ich nicht.

    Andererseits habe ich die Bedenken, dass meine "Lernmotivation" an der Uni schnell flöten geht, weil das Studium endlos lang erscheint und man sich in theoretischen Grundlagen verliert, nach dem Motto: Man wacht eines Tages in einer Vorlesung auf und fragt sich "Was mach ich eigentlich hier?" ;)

    So langsam fürchte ich aber, dass man das 100% vor dem Studium gar nicht herausbekommen wird und sich einfach für eine Variante entscheiden muss. Die Chance, dass man das Richtige trifft, liegt immerhin bei 50%. :confused:
     
    #3
  4. DST

    DST Bekanntes Mitglied

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    Dein Beispiel ist gar nicht schlecht, wobei allerdings an der FH auch die Herleitung dargestellt, nicht aber von dir verlangt würde.

    Eines möchte ich noch ergänzen: Offenbar unterscheiden sich sowohl Studiengänge als auch Fachbereiche erheblich. Ich kenne z.B. keine Anwesenheitspflicht an der FH, außer (wie an der Uni) in Seminaren. Und der Vorlesungsplan ist bei mir nur eine Empfehlung gewesen (ähnlich dem Vorlesungsverzeichnis, nur halt schon strukturiert) und keine Pflichtvorgabe. Anderswo mag's anders sein.

    Ich konnte mich übrigens auch nicht entscheiden und habe dann beides gemacht :) (na ja, hauptsächlich weil ich promovieren wollte und da ist die Uni einfach der bessere Ausgangspunkt). Aber für meine Arbeit habe ich an der FH eine optimale Ausbildung bekommen (an der Uni aber auch).

    Hör dir doch einfach mal ein paar Vorlesungen an Uni/FH an!

    Viel Glück!
     
    #4
  5. Raspberry

    Raspberry Mitglied

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    Gehe noch einmal gedanklich zurück in die Schulzeit und überlege bei welcher Art der Stofferarbeitung du am produktivsten warst.

    Lag dir eher der dynamische Ideenaustausch in der Gruppe oder Vorträge des Lehrers, die du dann zu Hause noch einmal nachbearbeitet hast?

    Wenn du eher der "Einzelkämpfer" im Lernen bist, wäre die Uni vielleicht gar nicht so schlecht, weil an der FH viel durch Gruppenarbeit erlernt wird.

    Ist nur ein weiterer Aspekt. Die Ausführungen vom Bonner solltest du dir bei der Entscheidung auch zu Herzen nehmen. ;)
     
    #5
  6. Lasse

    Lasse Neues Mitglied

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    Also, wenn du so fragst sage ich mal ganz ehrlich:

    - In der Schule war es mir am liebsten, wenn der Lehrer vorne seinen Unterricht macht, ich mitschreibe/mitdenke und er mich möglichst in Ruhe lässt. In der mündlichen Mitarbeit war ich nie besonders stark, mir liegt das Schriftliche auf jeden Fall mehr.

    - Gruppenarbeiten waren mir eher zuwider, weil jeder die Arbeit auf den anderen abgewälzt hat. Dann ist es mir schon lieber sich alles selber zu erarbeiten und auch allein für die Arbeit verantwortlich zu sein.

    - Nichtsdestotrotz lerne ich gerne mit anderen zusammen, wenn das Lernklima stimmt und jeder Interesse zeigt. Besonders vor Mathe- und Physikklausuren und zur Abiturvorbereitung habe ich viel mit anderen in kleiner Gruppe zusammen gelernt und es hat mir hierbei mehr gebracht, als wenn ich ganz alleine gelernt hätte.

    Ich denke, das spricht tendenziell eher in Richtung Uni.

    Eure Tipps sind mir auf jeden Fall eine große Hilfe! Danke!!!
     
    #6
  7. Simi

    Simi Neues Mitglied

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    gute frage, kriegst du so wohl nicht beantwortet. außer du testest es eindeutig, indem du schnupperkurse wahrnimmst. ;) so ein tipp von mir.

    mach dich nicht fertig.
     
    #7
  8. Meri

    Meri Mitglied

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    Ich muss mich auch noch entscheiden =/ Hat halt beides Vor- und Nachteile. aber ich denke das variiert auch von der Uni/Hochschule und vom Studiengang. Und wegen dem Thema in der Uni gibt es keine Anwesenheitspflicht.das stimmt so nicht. Es gibt auch teilweise an Unis eine Anwesenheitspflicht.
     
    #8
  9. Sadic.D

    Sadic.D Neues Mitglied

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    Also ich bin an einer Fachhochschule und muss sagen, dass ich damit echt zufrieden bin. In meinen Kursen arbeite ich viel mit meinen Kommilitonen zusammen, also in Gruppen. Habe viele Präsentationen und auch Hausarbeiten, wobei das aber natürlich auch vom Studiengang abhängig ist. Manchmal bin ich auch echt erleichtert, wenn der Professor nur eine Hausarbeit verlangt, sodass ich zur Prüfungszeit z.B. nur zwei schriftliche Prüfungen habe und der Rest sind einfach mal nur Präsentationen, Hausarbeiten oder auch beides. Außerdem hab ich auch die Erfahrung gemacht, dass wenn du in einer Gruppe arbeitest, ist die Note meist auch viel besser - zumindest bei mir ;)

    Zusammengefasst kann ich dir eine FH echt empfehlen aber das ist natürlich nur meine Meinung :)
     
    #9
  10. Nothembeffe

    Nothembeffe Neues Mitglied

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    Ich konnte mich übrigens auch nicht entscheiden und habe dann beides gemacht :) (na ja, hauptsächlich weil ich promovieren wollte und da ist die Uni einfach der bessere Ausgangspunkt). Aber für meine Arbeit habe ich an der FH eine optimale Ausbildung bekommen (an der Uni aber auch).
     
    #10
  11. Critaiment

    Critaiment Neues Mitglied

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    außer (wie an der Uni) in Seminaren.
     
    #11

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